Unternehmer & Anthroposoph
dm Drogeriemarkt Gründer
"Radikal Denken für sinn-vollen Erfolg
im Unternehmen."
Foto: Axel Malsch
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Vorbemerkung und Disclaimer -Wir haben Menschen ausgewählt von denen wir glauben, dass sie der Businesswelt viel zu geben haben. Wir sagen nicht, dass diese Leader bereits zugestimmt haben von uns interviewt zu werden noch, dass diese sich mit den von uns angebotenen Produkten und Dienstleistungen identifizieren, diese empfehlen oder anpreisen.
Inspiration für das Business
- Wie Sie radikal umdenken können für sinn-vollen Erfolg im Unternehmen
- Wie Sie Mitarbeiter als Kreativposten betrachten können, die die Wertschöpfung des Unternehmens gestalten, indem Sie den Sinn der Arbeit fokussieren, statt das Einkommen
- Wie Sie sinn-voll dialogisch führen können mit Verständnis, Vertrauen, Wertschätzung und Respekt
- Wie Wettbewerbsfähigkeit durch sinn-volle Wertschöpfung der Mitarbeiter entsteht, die sich sinn-voll entwickeln können
Über Prof. Goetz W. Werner
Zunächst ging Werner einen konventionellen Weg, indem er weitgehend das Discounter-Prinzip (Selbstbedienung, hoher Rabattsatz wegen Großeinkauf) vom Lebensmittelhandel auf den Drogeriemarkt ausweitete. Anlass war 1973 die Aufhebung der Preisbindung für Drogerieprodukte. Was in dieser Zeit noch innovativ und mutig gewesen war, sollte sich mit zunehmender Expansion immer mehr als zu bürokratisch und schwerfällig herausstellen. Anfang der 1990er Jahre änderte Werner schrittweise auch die interne Organisationsstruktur. Die Filialen erhielten zunehmend mehr Selbstverantwortung und Eigenkontrolle. Heute bestimmen die dm-Filialen vor Ort selbst ihr Sortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Dieser Gestaltungsspielraum der Mitarbeiter bei Entscheidungen ist nach Ansicht von Analysten der Grund für konkurrenzfähige niedrige Preise bei vielen Produkten sowie einer hohen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.
Seine außergewöhnliche Art der Unternehmensführung erfuhr daher bundesweit Aufmerksamkeit. Die Anwendung eines betont unautoritären Führungskonzepts, intern von Werner "Dialogische Führung" genannt, beruht auf den Grundwerten von Verständnis und Respekt. Der Dialog wurde der Anweisung vorgezogen. Einen ungewöhnlichen Weg zur Förderung der betrieblichen Zusammenarbeit und damit auch der Persönlichkeitsentwicklung ging Werner, indem er auf einer Offenheit für Neues bestand. Das Ungewöhnliche daran bestätigt u.a. eine arbeitspsychologische Studie, wonach die meisten Mobbing-Opfer "offen für neue Erfahrungen" (gewesen) sind. Auch die Filialleiter von dm kamen am Anfang nur sehr schwer mit dieser Umstellung zurecht. Werner ist ein bekennender Anthroposoph und richtet seine Unternehmensphilosophie nach den Prinzipien von Persönlichkeitsentwicklung, Vertrauen und Kreativität aus. Daher sieht er auch in seinen Mitarbeitern keine Personalkosten, sondern "Kreativpostenì mit Mitarbeitereinkommen". Prämien- und Bonussysteme betrachtet er als permanentes Misstrauen gegenüber der Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter. Dennoch wird am Ende eines jeden Tertials eine sogenannte Tertialabschlusszahlung (in variabler Höhe) an diejenigen Mitarbeiter ausgezahlt, deren Filiale das geplante Ziel erreicht oder überschritten hat.
Eine Besonderheit stellt auch sein Ausbildungskonzept dar, das mehrere Auszeichnungen erhielt. Alle Auszubildende (von Werner "Lernlinge" genannt) absolvieren während ihrer Ausbildung zwei Mal ein achttägiges Theaterprojekt. Mit Unterstützung von Profis sollen sie dadurch Team- und Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, zielgerichtetes wie situationsangemessenes und flexibles Handeln einüben.
Götz Werners Unternehmenskonzept und seine Idee für ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten in den Medien positive Kommentare wie zum Beispiel: "Ach, wie schön wäre es, wenn die Regierung einen hätte wie Götz Werner, den Mann vom dm-Markt, der ungewöhnlich denkt und handelt und Erfolg hat." Tagesspiegel, 24. Juni 2006
"Götz Werner ist Pop. Wenn er spricht, ist die Halle voll - in Hamburg, Stuttgart oder Berlin." die tageszeitung, 27. November 2006
Quellenangabe
Wikipedia, Stichwort Prof. Goetz W. Werner, Version am 5. April 2011 um 00:06 Uhr
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